Verein Mythos

Sagen, Geschichten, Geheimnisse

Susanne Zahno

“Gold” berauscht.
“Gold” strahlt aus.

Rund 50 Leute hat das Helferteam umfasst. Unterschiedlichste Persönlichkeiten mit einer Mission: Das Publikum von Szene zu Szene begleiten, die 30-köpfige Gruppe kompakt zusammenhalten und für eine anregende Atmosphäre zwischen den Schauplätzen sorgen. Dieser schönen Hauptaufgabe sind wir jeweils zu zweit begegnet.

Hier einige persönliche Episoden zum Stationentheater:

• Im Kirchbühl kamen uns Kirchengänger entgegen. Sie begleiteten uns. Wir begrüssten Sie hastig mit “Guten Abend”, sie entgegneten “Guten Morgen”.
• Flegelhafte Rückkehrer haben sich im “Wirtshaus zum goldenen Esel” eingefunden. Im Kerzenlicht waren Blicke zu sichten, die Gefallen ausdrückten.
• Beim Alchemisten im Luginbühl-Museum habe ich immer auf das Starten des Atlasses hingefiebert. Erstaunte Gesichter guckten dann gen die Decke.
• Verführung pur! Zwei Dirnen an der Kronenhalde haben uns willkommen geheissen. Ihre Wirkung verfehlte so manchen männlichen Besucher nicht.
• Furchtlos hat ein 2-jähriges Mädchen eine “Schlüsselrolle” als Statistin eingenommen. Die Räuber konnten ihr Grinsen kurzzeitig kaum verbergen.
• Dem verliebten Paar sind wir im Pavillon begegnet. Dort, wo auch Pestalozzi zugegen gewesen sein soll(!). Dort, wo “die Sage von Botti” überliefert wird.
• Von einer Goldkehle kann beim Goldvreneli erzählt werden. Umrahmt von einer bekannten Melodie lauschten Jung und Alt ihren Worten. Charmant!
• Kaum hat der DJ in der Dezibel-Bar “Showtime” ausgerufen, begann das schwierige Unterfangen, das Publikum zügig nach draussen zu geleiten. Ufff!
• Seit Gotthelf in der letzten Szene den goldenen Bsetzistein auf dem Kronenplatz erwähnt hat, nehme ich jede sich bietende Gelegenheit war, ihn des Glückes wegen zu berühren. – Reiner Aberglaube? Eher Feen- oder Goldstaub, den alle SchauspielerInnen mit ihrem Können verstreut haben…

Die Macher dürfen zufrieden sein! Spektakel geglückt. Mit viel Engagement und Herz haben sie “Gold” verwirklicht und lebendig werden lassen: Eine fabelhafte Geschichte, stimmig ausgesuchte Lokalitäten, gute Koordination, effektvolle Ausstattungen, detailreiche Kostüme, talentierte (Laien-)SchauspielerInnen, begeisterte ZuschauerInnen, (meist) Wetter, das uns hold war und, und, und. Prädikat: grandios inszeniert!

Für mich eine willkommene und wertvolle Zeit. Viele einzigartige Augenblicke bleiben. Und die Gewissheit oder mindestens der Wunsch, dass Freundschaften entstanden sind, die hoffentlich weit über ein drittes Stationentheater hinaus bestehen bleiben…

Susanne Zahno
Gruppenbegleiterin